Glossar

Stressempfinden


Ihre Stressempfindlichkeit wird mit einem sehr reliablen Testverfahren abgefragt. Wir erfassen Ihre Stressempfindlichkeit unabhängig von der tatsächlichen, objektiven, spezifischen Situation. Vielmehr wird Ihr subjektives individuelles Stress­empfinden gemessen. Die Messbarmachung alleine ist sinnvoll. Wichtiger – und für Sie wertvoller – ist die prog­nostische Fähigkeit dieses Persönlichkeitsfaktors: Personen, die an diesem Punkt „schlecht“ abschneiden, also „hoch gestresst“ sind, verlieren mit hoher Wahrscheinlichkeit Ihre Selbstkontrolle und handeln selbstschädigend („tilten“, „verlieren die Nerven“), indem Sie Regeln und Strategien nicht einhalten.

Doch wie entsteht Stress? Lebensbedrohlich wahrgenommene Situationen verursachen Stress. Dazu gehören auch – und das zeigen bildgebende Verfahren der Neuroökonomie – erwarteter finanzieller Verlust. Dies regt den Sympathikus an, hemmt den Parasympathikus und wir gehen automatisch in den Kämpfen, oder Fliehen Modus (z. B. Wahlen S.121f). Dies setzt im Körper eine Reihe von Anpassungsmaßnahmen (3 Stufen: Einschätzung -> Coping -> Neubewertung) in Gang. Die Atem wird schneller, das Herz schlägt schneller. Das endokrine System schüttet u.a. Adrenalin aus. Das Immunsystem wird heruntergesetzt. Emotional rauschen wir durch eine Achterbahn von Angst und Furcht. Dieser Prozess wird sehr schnell, automatisch und unbewusst in Gang gesetzt. Bei Kampf (fight) oder Flucht (flight) muss es schnell gehen. Stress entsteht, wenn das innere Gleich­gewicht bedroht ist. Nicht der externe Auslöser, also z. B. ein drohender finanzieller Verlust ist der der Grund für Stress, sondern die interne Bewertung. Stehen Sie unter Dauerstress hat das Auswirkungen auf viele Bereiche: Ihre Gedächtnisleistung, Bluthochdruck und Schwächung des Immunsystems.

Es gibt viele gute Gründe, warum Menschen mit stark unterdurchschnittlicher und unter­durch­schnittlicher Stressresistenz, also „hoch­gestresste“ Menschen, an Ihrer Stressresistenz arbeiten sollten. Gerade in einem kompetitiven Umfeld haben sie hier einen großen Hebel Besser zu werden.  Zusätzlich dazu beugen Menschen damit Burn-out-Symptomen und psychosomatischen Beschwerden vor und verringern die emotionale Labilität (EL).

In weitergehenden, optionalen Auswertungen biete ich die Auswertung der Facetten „Sorgen“, „Anspannung“, „Freude“ und „Anforderungen“ an.

Was können Sie tun?

Eine (stark) unterdurchschnittliche Stressresistenz ist nicht in Fels gemeißelt. Da Stress nicht durch äußere Reize (also z.B. drohender Verlust, finanzielle Belastung) erzeugt wird, sondern dadurch, wie jemand eine Situation bewertet, haben Sie die Chance aktiv an diesem Punkt zu arbeiten.  Ihre Gedanken (innere Kognition) löst Stress aus, nicht der Reiz selber.  Wenn Sie sich entschließen an Ihrer Mental Toughness zu in 1:1 Coachings, oder passenden Workshops arbeiten, erhöht sich Ihre Stressresilienz. Damit entkoppeln Sie unbewusste, automatische Prozesse vom auslösenden Reiz. Sie haben die Wahl: wenn Sie sich entschließen Ihr Reaktionsmuster zu ändern, werden Sie gelassener auf Stressoren reagieren und lernfähig werden. Letztendlich werden Sie Angst und Niedergeschlagenheit in Ruhe und Zuversicht verwandeln.

Emotionale Labilität (EL), oder Negative Emotionalität


Der SECO²R Test verwendet zwei Faktoren des Big Five Inventory (BFI) Models. Eines davon ist die emotionale Labilität (EL). Psychologen nennen es Neurotizismus. Mittlerweile spricht man im deutschen Sprachraum von negative Emotionalität.

Emotionale Labilität (EL) misst die negativen Emotionen einer Person. Niedrige EL weist auf die Fähigkeit einer Person hin, stabil und ausgeglichen zu bleiben. Menschen mit niedrigen EL-Werten sind tendenziell gelassen und arbeiten stabil. Auf der anderen Seite der Skala neigen Personen mit hohen EL dazu, schnell negative Emotionen zu empfinden. Sie sind häufig emotional instabil,  launisch und angespannt.

In diesem Test prüfen wir, ob Personen, die nicht launisch sind und immer gleich reagieren, bessere Ergebnisse erzielen und erfolgreicher führen. Der Großteil der Forscher geht davon aus, dass Extraversion (E), umgangssprachlich Extrovertiertheit, der Hauptfaktor für subjektives (wirtschaftliches) Wohlergehen ist. Diese Studie hingegen untersucht, ob EL subjektives und tatsächliches wirtschaftliches Wohlergehen gut erklären kann.

In weitergehenden, optionalen Auswertungen kann man drei Facetten dieses Faktors näher unter­suchen: Ängstlichkeit, Niedergeschlagenheit und Unbeständigkeit.

Was können Sie tun?

Sehr unterdurchschnittlich stabile Menschen mit überdurchschnittlich vielen negativen Emotionen profitieren sehr stark von Seminaren/Workshops, die die Ursachen von negativen Emotionen ana­lysieren und Sie emotional stabilisieren. Ich biete z.B. offene und firmeninterne Workshops, oder 1:1 Coachings an, wie beispielsweise „Verlustangst reduzieren“, die sie unterstützen emotional stabiler zu werden. Sie werden robuster gegen­über Stressoren. Dadurch werden Sie entspannter, „belastbarer“ und sind nicht mehr so schnell aus dem Gleich­gewicht zu bringen.

Concsientiousness, deutsch: Gewissenhaftigkeit


Die zweite BFI-Persönlichkeitsdimension, die der SECO²R-Test abgefragt, ist der Faktor Ge­wissen­haftigkeit, englisch Conscientiousness. Er zeigt an, wie gründlich und systematisch jemand beim Erreichen seiner Ziele vorgeht. Die Wahr­schein­lich­keit ist hoch das Menschen mit sehr geringer Gewissenhaftigkeit sich ihren Aufgaben und Zielen nicht verpflichtet fühlen.

Menschen mit hoher Gewissenhaftigkeit haben die Selbstdisziplin sich auf die Aufgabe zu fokussieren und nicht relevante Informationen auszublenden. Personen mit einem hohen Maß an Gewissenhaftigkeit sind in der Regel zuverlässig und bereitwillig. Zu den Eigenschaften zählen organisiert, methodisch und sorgfältig zu sein. Hohe Ge­wis­sen­haftig­keit ist notwendig zur Zielerreichung. Dazu gehört es zerstreuende Reize zu neutralisieren und kontrollieren zu können.

In weitergehenden Auswertungen kann man drei Facetten dieses Faktors näher untersuchen: Ordnungsliebe, Fleiß, Verlässlichkeit.

Was können Sie tun?

Stark unterdurchschnittlich und unterdurchschnittlich gewissenhafte Menschen tendieren zur Selbst- bzw. Fremdschädigung (Rushton/Irving). Auf mittlere und langfristige Sicht ist es unabdingbar, das Thema Gewissenhaftigkeit zu verbessern, um Ihre Entscheidungsqualität zu erhöhen. Mentale Übungen und die Arbeit an inneren Werten, die ich meinen Klienten anbiete, verbessern nachweislich Ihre Selbstdisziplin und Ihre Gewissenhaftigkeit.

Overconfidence (Sozial)


untersucht Ihre sozialpsychologische Kompetenz in allgemeinen sozialen Situationen, genauer gesagt Ihre Selbst-Monitoring-Fähigkeit. Diesen Faktor bezeichnen wir als Overconfidence Sozial. Menschen mit hohen Werten passen sich gut an unterschiedlichen Situationen an. Sie verhalten sich der Situation entsprechend, unabhängig davon, wie sie sich fühlen und ob das richtige rationale Verhalten ihren Werten und Glaubenssätzen widerspricht. Damit vermeiden sie den „Fluch des Gewinners“ und treffen finanziell bessere Entscheidungen.

Goethe sagte einmal sinngemäß: „Es reicht nicht zu wissen. Du musst es anwenden (können).“ Sie müssen kein Genie sein. Um erfolgreich zu sein, müssen Sie „lediglich“ Ihr Wissen anwenden.

Was können Sie tun?

PRO Coaching Workshops, wie „Selbstbeeinflussung und Ihr Weg zur Aufwärts­spirale“ unterstützen Menschen mit geringem Maß an Gewissenhaftigkeit dabei sich gegen negative, äußere soziale Beeinflussungen und innere Störfaktoren zu immunisieren. Sie lernen Reizvielfalt in einem höheren Ausmaß zu kontrollieren, weniger ablenkbar und fokussierter zu werden.

Overconfidence (Urteil)


Im Rahmen der  Tendenz von Menschen zur Selbstüberschätzung messen wir an dieser Stelle Ihre Miscalibration. Optimal ist es hoch-kalibriert zu sein, letztendlich hoch-realisitisch, so dass sie in der Lage sind die Anzahl der eigenen Fehler korrekt zu beurteilen. Mathematisch errechnet sich die Miscalibration als die Differenz zwischen der Genauigkeit und der Wahrscheinlichkeit, dass die Antwort korrekt ist. (Stark) Overconfident zu sein, ist sehr unvorteilhaft bei finanziellen Entscheidungen. Zu glauben man kann die Situation gut beurteilen, es aber tatsächlich nicht zu können, führt zu massiven Fehlentscheidungen.

Selbstüberschätzung der Urteilsfähigkeit, also die überschätzte Zuversicht, dass das eigene Urteil korrekt ist, gehört zu den Belief-Based Modellen, welche in der verhaltensorientierten Finanzmarkttheorie-Literatur die menschlichen Fehler bei der finanziellen Entscheidungsfindung beschreibt. Häufig wird in der Verhaltensorientierten Finanzmarkttheorie angenommen, dass die Selbstüberschätzung der Urteilsfähigkeit mit der Anzahl der getroffenen finanziellen Entscheidungen wächst. Hintergrund ist der Selbst-Attributions-Bias. Dabei handelt es sich um die menschliche Eigenschaft sich zufällige Erfolge zuzuschreiben, während man negative Resultate als Pech abstempelt.

Was können Sie tun?

Ihre Fähigkeit sich und sein Wissen und seine Fähigkeit richtig einzuschätzen ist ein übergeordnete Fähigkeit die Ihren Erfolg bestimmt. Kritisch ist, dass die Selbstüberschätzung der Urteilsfähigkeit mit der Anzahl der getroffenen finanziellen Entscheidungen wächst. Personen, die sich (stark) überdurchschnittlicher selbst überschätzen, haben einen großen Hebel, wenn Sie an diesem Faktor arbeiten. Mein Seminar „Persönlichkeit und Geld“ löst negative Verhaltensweisen auf und tauscht negative Vorstellungen wie Scheitern und Angst gegen Erfüllung und Zielfokussierung; Sie können sich danach besser einschätzen was Sie können und was nicht.

Risiko


Der SECO²R-Test misst Ihr Entscheidungs- und Risikoverhalten mit dem empirisch gut getesteten RPS-Inventar. Manche Menschen lieben das Risiko (risikoaffin), andere sind Risikoscheu (risikoavers).

Der hier verwendete, wissenschaftlich sehr anerkannte, reliable Test misst in wiefern diese Eigenschaft wirtschaftlichen Erfolg erklären und prognostizieren können. Sitkin et al. 1992 und 1995 stellen fest, dass Risk Propensity und Risiko Wahrnehmung die Hauptfaktoren sind, die das Entscheidungsverhalten unter Risiko bestimmen. Umgekehrt heißt dass, das weder demografische Daten, wie Alter, Bildung oder Wohnort, Persönlichkeitsunterschiede, Wissen, oder Erfahrung eine bedeutende Rolle spielen. Wenn Sie hier falsch eingestellt sind, hilft es nicht noch mehr Fachwissen anzusammeln.

Der Erfolg eines Unternehmens und der Einfluss eines geschäftsführenden Managers auf Produkt-, Verfahrens- und Geschäftsmodellinnovationen, ist von internen und externen Faktoren abhängig. Führungskräfte der obersten Geschäftsebene bestimmen die strategische Ausrichtung des Unternehmens und entscheiden über erfolgreiches Überleben oder Untergehen eines Unternehmens. Faktoren, die den geschäftsführenden Manager beeinflussen, liegen innerhalb und außerhalb der eigenen Person. So werden geschäftsführende Manager und Führungskräfte von außen durch die soziale Kultur in der sie aufwachsen beeinflusst, während sie von innen von ihren Persönlichkeitsdeterminanten, bei ihren Entscheidungen auf geschäftlicher Ebene bestimmt werden. Ein wichtiger Determinate hierbei ist die persönliche Risikowahrnehmung. Sie beeinflusst die unternehmensexterne und -interne Sicht und hat neben den Werten einen direkten Einfluss auf strategische Entscheidungen.

Grundsätzlich können Führungskräfte entweder kollektivistisch und unsicherheitsvermeidend oder individualistisch und unsicherheitsakzeptierend sein. Der Preis eines sehr hohen „Sicherheitsbedürfnis“, also Unsicherheitsvermeidung, ist fehlende Innovationsorientierung und Verharren auf dem Bestehenden. Im Extremfall erhalten Sie den legendären „Dienst nach Vorschrift“. Weder zu risikoreiche, noch zu defensive RE ist optimal.

Noch bis Ende der siebziger Jahre ging man in der betriebswirtschaftlichen Theorie bei der Untersuchung von finanziellen Entscheidungen davon aus, dass
lediglich der erwartete (finanzielle) Nutzen eine Rolle spielte. Zahlreiche Studien der verhaltensorientierten Finanzmarkttheorie zeigen, dass kein
Zusammenhang zwischen dem erwarteten finanziellen Nutzen und der zu beobachteten Entscheidungen besteht. Finanzielle Entscheidungen unterliegen häufig nicht der Rationalität. Zahlreiche Fehler beim Trading resultieren aus nicht optimalen Risiko-Einstellung. Weder zu risikoreiches, noch zu defensives Verhalten ist optimal.

Was können Sie tun?

Wenn Ihre Einstellung zu Risiko stark unter-, oder stark überdurchschnittlich ist, sind Sie gut beraten an diesem Punkt anzusetzen. Sie sollten risikoneutral sein. In meinem Workshop „Verlustangst“ befassen wir uns mit unbewussten Verlustängsten und lösen diese Stück für Stück auf.

SECO²R, S-E-C-O²-R


Der SECO²R Test verwendet zwei Dimensionen des bekannten Big-Five-Inventory Persönlichkeitstests, auch OCEAN genannt, und kombiniert diese mit vier weiteren Persönlichkeitsdimensionen. Diese Faktorkombination ist nach mehreren tausend SECO²R Teilnehmern, besser geeignet den Erfolg einer Person in einem (hoch) kompetitiven Umfeld vorherzusagen (prädikative Validität). Die empirischen Belege der Validierungsstudien der jeweiligen Konstrukte sprechen dafür, dass der SECO²R Test nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine reliable und valide Erfassung der jeweiligen Persönlichkeitsmerkmale erlaubt.

Selbstüberschätzung Overconfidence

Das Thema Selbstüberschätzung, bzw. Overconfidence, hat eine Reihe von Facetten: u.a. Miskalibrierung, Besser-als-Durchschnitt-Effekt, Kontrollillusion und unrealistisch hoher Optimismus. Im SECO²R Test messen wir die Miskalbrierung, insbesondere die Spezialform, die Überschätzung des eigenen Urteilvermögens. Fischhoff et al. (1977), weisen auf den  “Hard-Easy Effekt”hin: Je schwieriger die Aufgabe, desto höher die Selbstüberschätzung. Ein weiterer Faktor, der den Grad der Selbstüberschätzung beeinflusst, ist ob jemand klares und schnelles Feedback bekommt. Zusätzlich dazu spielen beim Thema Selbstüberschätzung die drei Heuristiken (Faustregeln) Repräsentativität, Verfügbarkeit und Anpassung (Anker) eine Rolle.

BIG5 - Big-Five


Das Big Five Modell ist ein Persönlichkeitsmodell, dass mit fünf Faktoren die Persönlichkeit einer Person definiert. Er wurde von verschiedenen unabhängigen Forschergruppen in mehreren Jahrzehnten entwickelt.
Er erklärt die individuellen Unterschiede aus der sich die allgemeine Persönlichkeit eines Menschen zusammensetzt.
Die Big Five Dimensionen sind Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus. Im Englischen OCEAN (Openness/ Conscientiousness/ Extraversion/ Agreeableness/ Neuroticism)
Der Big Five Persönlichkeitstest bietet Ihnen einen größeren Einblick in Ihr eigenes Verhalten in verschiedenen Situationen. Der SECO²R Test verwendet zwei Dimensionen der Big-Five.

Interpretation


Die Ergebnisse dieses Tests zeigen Ihre Persönlichkeitseigenschaften und wie diese Ihr Entscheidungsverhalten beeinflussen. Ein Highscore, bzw. ein stark überdurchschnittlicher oder überdurchschnittlicher Wert, bei einem oder allen Faktoren bedeutet nicht das dieses Profil gut oder schlecht ist. In der Regel ist ein Extrem nicht optimal. Eine hohe Gewissenhaftigkeit ist gut. Ein extremer Gewissenhaftigkeitswert deutet auf eine zwanghafte Persönlichkeitssstörung (OCD: obsessive compulsive disorder) hin: Jemand mit Rigidität, Überperfektionismus und ständigen Kontrollen, starken Zweifelgefühlen und ängstlicher Vorsicht wird weder das Unternehmen voranbringen, als Händler/Anleger/professionelle Pokerspieler sein System/Skill verbessern, oder in anderen Lebensbereichen vorankommen. Menschen mit einem sehr hohen negativen Labilität, sind häufig ängstlich, paranoid, depressiv, (unnötig) aggressiv. Diese Menschen sind i. d. R. extremer, d.h. sie erzielen höhere Hochs und niedrigere Tiefs.

 

Grundsätzlich bieten Ihnen die Testergebnisse Aufschluss über die Grundstruktur Ihrer Persönlichkeit. Der Test kann nicht ein persönlichen Coaching Gespräch ersetzen.

 

Bitte bedenken Sie, dass die Ergebnisse dieses psychologischen SECO²R Tests von mehreren äußeren Faktoren beeinflusst werden. So gibt es neben zufälligen Schwankungen, wie der Tagesform gibt es auch systematische Faktoren wie die Durchführungsbedingungen, also z. B. ob Sie den Test auf dem Telefon, oder auf Ihrem Desktop Rechner gemacht haben.

Alles das wirkt sich auf Ihre SECOR Testergebnisse aus.

Reliabilität


Reliabilität, also die Zuverlässigkeit, ist ein wichtiger Bestandteil der klassischen Testtheorie. Sie mißt neben der Objektivität und der Validität die Testgüte eines psychometrischen Fragebogens, wie dem SECO²R-Test.
Um die Aussagekraft eines Fragebogens zu bestimmen, muss die Reliabilität abgeschätzt werden. Sie bestimmt den Anteil der Varianz, die durch tatsächliche Unterschiede des gemessenen Persönlichkeitsmerkmal erklärt wird.
Wenn die Studie zuverlässig das misst, was sie misst, ist sie reliabel.

Kommunikationsstil 1. Paar: bedürftig-abhängig vs. helfend


Der Kommunikationspsychologe Schulz von Thun hat aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung 8 Kommunikationsstile identifiziert. Dabei wechseln wir unser Verhalten je nach Situation und Rolle. In diesem Modell stehen sich immer 2 Paare gegenüber. Hier beschäftigen wir uns mit dem Paar bedürftig-abhängig vs. helfend.

 

Der bedürftig-abhängige Stil:

Die Person möchte gerne das schöne Gefühl haben umsorgt und beschützt zu werden. Sie möchte von Großen und Starken behütet werden. Diese sollen einem den rechten Weg weisen und darauf achten, das nichts Negatives passiert.

„Was soll ich Bitte denn nur machen?“

 

Der helfende Stil:

Personen wollen den bedürftig–abhängigen  ein starker Partner sein. In der Regel hören sie gut zu und signalisieren Verständnis und Empathie und bieten dem Gegenüber Unterstützung an.

„Wir kriegen das hin! Ich helfe Dir, dass wir das hinbekommen.“

Kommunikationsstil 2. Paar: selbstlos vs. aggressiv-entwertend


Der Kommunikationspsychologe Schulz von Thun hat aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung 8 Kommunikationsstile identifiziert. Dabei wechseln wir unser Verhalten je nach Situation und Rolle. In diesem Modell stehen sich immer 2 Paare gegenüber. Anbei wird das Paar selbstlos vs. aggressiv-entwertend erklärt.

 

Der selbstlos Stil:

Menschen, die einem selbstlosen Kommunikationsstil pflegen, sind für andere da und hören sich deren Wünsche und Bedürfnisse an. Doch während der helfende Stil eher „von oben herab“ kommt, macht der selbstlose Stil das genaue Gegenteil, der Selbstlose kommt aufopfernd von unten.

„Bitte laß mich Dir helfen“

 

Der aggressiv-entwertend Stil:

Im Gegensatz zum Selbst-losen Stil , setzt der aggressiv-entwertende Kommunikationsstil den Anderen herab, und erniedrigt ihn. Die Absicht dahinter ist Konfrontation, Kampf, Unerbittlichkeit und Empörung.

„Du bist Dumm/der Hinterletzte!“

Kommunikationsstil 3. Paar: sich-beweisend vs. bestimmend-kontrollierend


Der Kommunikationspsychologe Schulz von Thun hat aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung 8 Kommunikationsstile identifiziert. Dabei wechseln wir unser Verhalten je nach Situation und Rolle. In diesem Modell stehen sich immer 2 Paare gegenüber. Hier soll das Paar sich-beweisend vs. bestimmend-kontrollierend erläutert werden.

 

Der sich-beweisend Kommunikationsstil:

Verwenden Menschen den sich-beweisenden Stil, wollen sie dem Anderen zeigen wie gut und kompetent sie sind. Dieser Kommunikationsstil soll zeigen, wie wichtig und überlegen man selbst gegenüber Andern ist. Und wie geschätzt und geachtet man selber ist.

„Sieh her: Ich bin toll“

 

Der bestimmend-kontrollierend Stil:

Durch den bestimmend-kontrollierend Stil macht der Sprecher seinem Gegenüber deutlich, dass er weiß wovon er redet und zeigt was gut (für den Gegenüber) ist. Dabei verwendet er häufig Moral- oder Normaussagen. Der Andere ist im Mangel (an Wissen) und muss deshalb  kontrolliert werden und sich selbst geschützt werden.

„Das machen wir genau so. So funktioniert das!“

Kommunikationsstil 4. Paar: sich-distanzierend vs. mitteilungsfreudig-dramatisierend


Der Kommunikationspsychologe Schulz von Thun hat aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung 8 Kommunikationsstile identifiziert. Dabei wechseln wir unser Verhalten je nach Situation und Rolle. In diesem Modell stehen sich immer 2 Paare gegenüber. Das Paar sich-distanzierend vs. mitteilungsfreudig-dramatisierend soll hier veranschaulicht werden.

 

Der sich-distanzierende Stil:

Im sich-distanzierende Stil macht der Sprecher dem Gegenüber klar, dass er bitte Abstand halten soll. Transportiert wird dies mit einer starken Betonung der Sachebene und abweisenden Charakter und Gestik. Dazu kommen reduzierte Signale des Verstehens und der Anteilnahme.

„Kluge Leute würden den Sachverhalt anders betrachten: Man muss zurücktreten und sie von allen Seiten aus analysieren.“

 

Der mitteilungsfreudig-dramatisierend Stil:

Ziel des mitteilungsfreudig-dramatisierenden Stils ist es sich produzieren und gesehen zu werden. Das ganze Leben ist eine Bühne.

„Seht her: Hier bin ich und so bin ich!“